Eine ganz neuer Weg, sich mit dem Thema „Euthanasie“ und Zwangssterilisierung auseinanderzusetzen, ist die Musik. Heute erreichte mich der Link zu einer Gruppe namens „Schattenkabinett“, die genau dies getan hat. Den dabei entstandenen Rap kann man sich hier anhören. Großes Lob an die Interpreten!
Mit jedem Jahr, in dem eine Gedenkveranstaltung zu Ehren der „Euthanasie“-Opfern und Zwangssterilisierten stattfindet, werden mehr Leute auf diese Veranstaltung aufmerksam. Es war ein sehr bewegender Nachmittag, der Erinnern, Mahnen und zum Gedenken anregen sollte. Durch die Veranstaltung führte (wie bereits in den Jahren zuvor) Ruth Fricke, die sich im Bundesverband der Psychatrieerfahrenen (BEP) e.V. engagiert. Das formale Grußwort erfolgte durch den Bürgermeister von Berlin-Mitte, Dr. Christian Hanke.

Dr. Christian Hanke

Martin Marquard - ehem. Behindertenbeauftragter Berlins

Kerstin Schneider - Autorin


Publikum

Das geht ja jetzt Schlag auf Schlag: Gestern noch einen Post über Frau Kennedy Shriver geschrieben, und heute erreicht mich Folgendes:
Am Samstag, den 05.September findet dieses Jahr die alljährliche Man- und Gedenkveranstaltung zu Ehren der Opfer der „Erbgesundheitsgesetze“ aus dem Nationalsozialismus statt.
Unter Dem Motto Gleichstellung und Entschädigung der Opfer – jetzt! werden neben dem Bezirksbürgermeister des Berliner Stadtteils Mitte, Dr. Christian Hanke, unter Anderem der Beauftragte des Landes Berlin für die Belange „behinderter“ Menschen, Martin Marquard, sowie die freihe Autorin Kerstin Schneider zu Wort kommen. Auch werden bei der diesjährigen Veranstaltung zwei Gebärdendolmetscher anwesend sein, damit sich keinerlei Barrieren den gehörlosen Menschen in den Weg stellen. Wie bereits in den vergangenen Jahren wird Frau Ruth Fricke (BPE e.V.) durch die Veranstaltung führen.
In aller Kompaktheit:
Samstag, 05. September 2009,
Tiergartenstraße 4, Berlin-Mitte (vor der Philharmonie)
Beginn: 14:00 Uhr
Natürlich existiert die Einladung auch im PDF-Format. Diese kann man sich hier ansehen.
Ich hoffe auf zahlreiches Erscheinen!
Der 27. Januar wird im Volksmund immer als „Holocaust-Gedenktag“ tituliert. Das ist aber nicht richtig, denn an diesem Tag soll ausdrücklich allen Opfern des nationalsozialistischen Gewaltregimes gedacht werden. Was zu Missverständnissen führen kann, ist, dass die Besonderheit dieses Datums auf die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau zurückzuführen ist.
Zu den jüngsten Erfolgen bezüglich des Schutzes dieses Gedenktages zählt zweifelsohne das Verbot eines rechtsextremen Aufmarsches gegen die Isrealische Politik im derzeitigen Gaza-Konflikt.
Ein solches Verbot von Aufmärschen, Demos u.Ä. ist genau das richtige Zeichen, um den rechtsradikalen Menschen eindeutig klarzumachen, dass ihre politische Haltung in der heutigen Gesellschaft völlig fehl am Platz ist.
Den „Euthanasie“-Opfern gedenken an diesem Tag z.B. die Lebenshilfe e.V. in Marburg. Außerdem wird in Sachsenanhalt in der Gedenkstätte Bernburg stellvertretend an einigen Biografien von „Euthanasie“-Opfern die allgeimeine grausame Geschichte dargetellt.
Derweil wurde am 14.01.2009 im Rheinland-Pfälzischen Landtag die Ausstellung „Euthanasie in Hadamar“ eröffnet, sicherlich einen Besuch in Mainz wert.
Auch die Stadt Brandenburg/Havel, die derzeit den „Grauen Bus“ beheimatet, plant noch das ganze JAhr 2009 über reichliche Aktionen zum Thema „Euthanasie“. Diese Informationen gibt es hier: http://www.landtag.brandenburg.de/media_fast/4897/FlyerGraueBusse5.pdf
Ich wünsche einen informationsreichen Tag
Ab dem 23. Januar 2009, 13 Uhr ist in der Berliner Humbold-Klinikums die Ausstelung „totgeschwiegen“ zu besuchen. Diese Ausstellung möchte eines der dunkelsten Kapitel der Medizin lichten: die „Euthanasie“-Aktion. Insbesondere setzt sie sich mit der Rolle der damaligen Karl-Bonhöffer-Nervenklinik auseinander, die an der selben Stelle gestanden hatte.
Am 23. Januar findet die Eröffnungsveranstraltung statt, die von Grußworten des Staatssekretärs Dr. Benjamin Hoff, der Bezirksbürgermeisterin Marlis Wanjura sowie von einem Vortrag von Christina Härtel, Vorsitzende des Vereins totgeschwiegenund Mitautorin der Ausstellung begleitet wird. Die Ausstelung, sowie die Ausstelungseröffnung werden sehr interessante Veranstaltungen! Weitere Informationen gibt es hier: 09-01-07-einl-totgeschwiegen
Achtung: Für die Ausstelungseröffnung ist eine Anmeldung bis zum Donnerstag, 15. Januar 2009 nötig. Diese gibt es hier: 09-01-05-rueck-totgeschwiegen!!
Nach genau einem Jahr vor der Berliner Philharmonie verlässt das Denkmal der Grauen Busse nun Berlin wieder.
Mit seiner Präsens hat der Graue Bus den Anspruch des Gebiets vor der Philharmonie (Tiergartenstraße) auf einen zentralen Gedenkort der „Euthanasie“-Opfer und Zwangssteriliesierten gefestigt. Zusammen mit der Informationshaltestelle und der erst kürzlich aufgestellten Informationstafel (maßgeblich initiiert durch den Runden Tisch) erhielt der Platz sein größtes öffentliches Interesse am 06. September 2008, dem als Gedenktag für „Euthanasie“-Opfer und Zwangssterilisierte festgelegten ersten Samstag im September. Organisiert wurde diese gelungene Veranstaltung durch den Aktionskreis T4-Opfer nicht vergessen!, einem Zusammenschluss aus gemeinnützigen Verbänden, sowie interessierten und sehr engagierten Privatpersonen.
Eine sehr erfreuliche Nachricht ist, dass der Graue Bus von Berlin direkt in Brandenburg/Havel aufgestellt wird, denn der thematische Zusammenhang ist in sofern gegeben, dass erfasste „Euthanasie“-Opfer zur Tötung nach Brandenburg/Havel in eben solchen grauen Bussen transportiert wurden.
Der graue Bus wird am
Sonntag, 18. Januar 2009 um 11 Uhr
auf dem Nikolaiplatz in Brandenburg/Havel
aufgestellt und hoffentlich eine ebenso starke Wirkung wie in Berlin erreichen!
Am Mittwoch, den 03. Dezember 2008 jährt sich der Internationle Tag der „Behinderten“ zum elften Mal. 1993 von der WHO ins Leben gerufen, hat dieser Tag zum Ziel, internationale Aktionen für die Akzeptanz und den Umgang mit „Behinderungen“ zu fördern und zu koordinieren, sowie sich für eine flächendeckende Barrierefreiheit einzusetzen.
Erstmals findet ebenfalls an diesem Tag ebenfalls ein Aktionstag im Berliner Einzelhandel zum Internationalen Behindertentag statt. Iniziert wurde dieser Tag mit Unterstützung der Berliner Seantsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales und der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen.
An diesem Tag ist der Berliner Einzelhandel dazu aufgerufen, eigene Aktivitäten für Menschen mit „Behinderungen“ hervorzubringen. Was daraus wird, weiß keiner so richtig, aber seien wir zuversichtlich…
Die Hauptschwerbehindertenvertretung Berlin (ein toller Name, nicht wahr??) läd am Mittwoch, den 03. Dezember in der Zeit von 11:00- 16:00zu einer Veranstaltung in die Klosterstraße 47 ein. Hier gibt es nähere Informationen, sowie die offizielle Einladung zu der Veranstaltung. Findet jemand noch weitere Veranstaltungen, so soll er diese via Kommentar bitte hinzufügen!
Anlässlich des Internationalen Tags der „Behinderten“ plant der Radiosender Fritz vom RBB in der Reihe Bluemoon am Montag, den 08. Dezember 2008 eine Sendung mit dem Thema „Behinderung“. Gesendet wird von 22:00 – 00:00 Uhr gesendet. An dieser Sendung können alle Hörer per Telefon unter der Nummer 0331/7097110 teilnehmen!
Die Dokumentation der am 06.09.2008 am „Euthanasie“-Gedenkort „Tiergartenstraße 4″ unter stattgefundenen Veranstaltung ist nun auch online einsehbar: www.bpe-online.de/verband/rundbrief/gedenktag/2008/inhalt.htm.
Hier sind alle Redebeiträge in schriftlicher Form festgehalten, die Referate von Frau Dorothea Buck und Herrn Dr. Michael Wunder kann man sich zusätzlich als Video ansehen.
Das Motto der Gedenkveranstaltung „Blick zurück nach vorne“ zog sich als eine Art roter Faden durch den Nachmittag, was beim nachträglichen Lesen der verschiedenen Beiträge sicherlich noch eibnmal deutlich wird!
Auch im nächsten Jahr wird es wieder am ersten Samstag im September eine Gedenkveranstaltung in Gedenken an die „Euthanasie“-Opfer geben, die hoffentlich ein noch größeres öffentliches Interesse hegt!!
4 Jahre musten körper-“behinderte“ Sportlerinnen und Sportler warten, jetzt ist es endlich wieder soweit! Gestern wurden die 13. Paralympics eröffnet. Noch bis zum 17. September werden 4000 Atlethen (171 Deutsche) aus 148 Nationen um Edelmetall kämpfen.
Am ersten Wettkampftag haben die Schützin Manuela Schmermund, die Schwimmerin Maria Götze und Judoka Carmen Brussig für Medallien gesorgt.
Durch das zunehmende mediale Interesse an den Paralympics gewinnt der Behindertensport immer mehr an Öffentlichkeit. Auch die Prominenz lässt sich ab und zu bei den Paralympics in Peking blicken: So gehört es bei Bundespräsident fast schon zur Tradition, die Wettkämpffe der „Behinderten“ Atlethinnen und Atlethen zu besuchen.
Bei Gelegenheit werde ich auf diesem Blog über die Paralympics berichten. Aber auch das öffentlich-rechtliche Fernsehen gibt sich äußerst spendabel mit seiner Sendezeit: Zwei Stunden pro Tag senden ARD bzw. ZDF live aus Peking von den Wettkämpfen, am Abend gibt es dann eine halbstündige Tageszusammenfassung. Nähere Infos unter www.peking.ard.de oder www.paralympics.zdf.de.
Nachtrag 09.09.2008: Jetzt habe ich auch die unerträglichen Rechtschreibfehler berichtigt!!
Heute nun fand die Gedenkfeier für die „Euthanasie“-Opfer statt.
Ehrenrednerin war Dorothea-Sophie Buck-Zerchin, deren Rede hier nachzulesen ist. Außerdem waren dabei:
Dr. Christian HAnke (Bezirksbürgermeister von Berlin-Mitte),
Helga Kühn-Mengel (Patientenbeauftragte der Bundesregierung),
Dr. Michael Wunder (Stiftung Altersdorf, Mitglied des Deutschen Ethikrates)
Moderiert wurde die Veranstaltung, wie auch im letzten Jahr, von Ruth Fricke, musikalische Untermalung wurde von Mitgliedern des BPE Kulturnetzwerks präsentiert.
Ich habe auf dieser Veranstaltung Fotos gemacht, diese werde ich so schnell wie möglich auf diesem Blog veröffentlichen…